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Stellungnahme der Hamburger Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall zur Pressemitteilung „TIA Unit“ der Asklepios-Klinik Wandsbek

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Hintergrund der Initiative

 

Eine plötzliche Verstopfung einer Hirnschlagader durch ein Gerinnsel oder ein Riss einer Schlagader im Gehirn - der plötzliche Schlaganfall - kann jeden Menschen treffen. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung des Erwachsenen. Schlimmer noch - oft endet der Schlaganfall tödlich und belegt gegenwärtig nach dem Herzinfarkt Platz 2 in der Todesursachenstatistik. Dabei sind keineswegs nur ältere Menschen betroffen - viele Betroffene sind unter 40 Jahre alt. Leider sind viele Menschen nur unzureichend über die Symptome des Schlaganfalls informiert und nehmen die typischen Warnsignale häufig nicht ernst. Das ist besonders ungünstig, da durch sehr schnelles und richtiges Handeln die Chance auf Heilung oder entscheidende Linderung deutlich verbessert werden kann. Um die Bürgerinnen und Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg für das Thema Schlaganfall zu sensibilisieren und über mögliche Symptome eines Schlaganfalls zu informieren, geht die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall mit der Aufklärungskampagne "Hamburg gegen den Schlaganfall" in die Offensive.

 

Schnelles Handeln kann lebensrettend sein


Viele Menschen können die Symptome nicht richtig einordnen oder wissen im Notfall nicht, was zu tun ist. Dabei zählt jede Minute! In jeder Stunde, in der es nicht zu einer Wiedereröffnung des verstopften Blutgefässes kommt, gehen 120 Millionen Nervenzellen und 714 Kilometer Nervenfasern unwiederbringlich verloren. Bleibt ein Schlaganfall gänzlich unbehandelt, verliert das Gehirn so viele Zellen wie sonst in 36 Jahren. Um jene Zeitspanne, in der effektiv geholfen werden kann, jedermann bewusst zu machen, wird im Rahmen der Kampagne Hamburg gegen den Schlaganfall mit den Schlagwörtern "Wissen nimmt Angst", "Zeit ist Hirn" und "Schlaganfall - ein Notfall! 112!" öffentlichwirksam aufgeklärt.

 

Behandlung des Schlaganfalls


Bis vor kurzem gab es keine ursächliche Therapie des Schlaganfalls. Bei den therapeutischen Maßnahmen standen vor allem Rehabilitationsmaßnahmen im Vordergrund. Heute ist das anders: Es gibt moderne Therapiemöglichkeiten, mit denen effektiv geholfen werden kann. Eine dieser neuen Therapieformen ist die sog. Thrombolyse (Auflösung des Blutgerinnsels, das eine Arterie verschließt), die beim Hirninfarkt eingesetzt werden kann. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Patient so früh wie möglich nach Beginn des Schlaganfalls in einer Klinik mit einer spezialisierten Schlaganfallstation, der sog. Neurologischen Stroke Unit, eintrifft. In den ersten Stunden nach dem Einsetzen der Symptome können dort sehr wirksame Maßnahmen eingeleitet werden, um die Heilungschance zu verbessern. Mit jeder weiteren Minute ohne Behandlung verschlechtert sich die Prognose.

 

Eigene Risikofaktoren ermitteln und vorbeugen


Während der Kampagne gibt es zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden, in denen Experten neben Symptomen und Therapiemöglichkeiten auch über Risikofaktoren informieren. Denn eine falsche Lebensweise ist häufig die Ursache von Schlaganfällen. Wichtig ist es, Übergewicht abzubauen, sich viel zu bewegen und seinen Alkohol- und Zigarettenkonsum einzuschränken. Außerdem sollte man den Risikofaktor Nummer eins - den Bluthochdruck - unbedingt behandeln. Man hat es also zum Teil selbst in der Hand, die Gefahr so gering wie möglich zu halten. Mit ein fachen Mitteln kann jeder viel erreichen!

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