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Autor: Hamburger Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall
Stand: 23.01.2018




Kinospot "Zeit ist Hirn"

 

Aus Anlass der Hamburger Schlaganfallkampagne ist in den Hamburger Kinos der Kurzfilm "Zeit ist Hirn" angelaufen. Der Kinospot ist derzeit und noch bis in den Januar hinein zu sehen.

 

Einen Kinospot zur Thematik Schlaganfall so zu gestalten, dass er den Kinobesucher für 45 Sekunden voll und ganz in den Bann zieht, ist heutzutage schwieriger denn je. Die Flut der visuellen Eindrücke, die tagtäglich auf die Zuschauer einstürmt, stellt die Filmbranche immer wieder vor neue Herausforderungen, eine Bildsprache zu finden, die darauf angemessen reagiert. Bei dem Kinospot zum Thema Schlaganfall, der aus Anlass der derzeitigen Kampagne ?Hamburg gegen den Schlaganfall? in den Hamburger Kinos gezeigt wird, ist dies vollends gelungen.

 

Der Spot veranschaulicht in einer fast kargen Szenerie und einer quälend langen Einstellung, was in letzter Konsequenz geschehen kann, wenn man als Außenstehender nicht rechtzeitig den Notruf wählt, obwohl die Symptome des Betroffenen auf einen Notfall bzw. einen Schlaganfall deuten. Das löst beim Kinopublikum Betroffenheit aus - ohne zu schockieren - und hinterlässt einen starken und nachhaltigen Eindruck.

 

 

 

 

Zur Entstehung des Films

 

Die Dramaturgie der Handlung wird durch Licht- und Toneffekte und durch den Einsatz modernster Kameratechnik unterstützt. Mit Hilfe des so genannten Motion Control Systems sind Kamerafahrten möglich, die mit der herkömmlichen Technik niemals machbar gewesen wären. Die Fahrten und Kamerabewegungen wurden in der Probephase programmiert und waren so beliebig oft abrufbar. Auf der anderen Seite war die neueste Technologie eine Herausforderung für die Hauptdarstellerin des Films. Sie musste ihre Gesten und Bewegungen im Ablauf der Szene punktgenau reproduzieren, da die Kamerabewegung mit der Schärfenverlagerung programmiert war und immer im gleichen Rhythmus ablief.

 

Über einen Monitor konnte der Regisseur die Szene verfolgen. Das MILO-System kann mit einer 35mm Kamera oder mit einer Digi-Beta-Kamera bestückt werden. Der Regisseur hatte sich, da es sich um eine Kinospot-Produktion handelte, für eine 35 mm Mitchell-Kamera entschieden. Das Motion Control System wurde in England entwickelt und wird dort immer häufiger eingesetzt. Durch den beträchtlichen Kostenaufwand bleibt jedoch der Einsatz weitgehend der Spielfilmproduktion vorbehalten.